Regnitz- und Aischtal

Das Regnitztal zwischen Bamberg und Fürth ist eine historische Verkehrsachse und reich an Kultur- und Naturschätzen: kulinarische Spezialitäten, wie Spargel, Bier, Meerrettich oder sogar Whisky, die Karpfen aus dem Aischtal, einzigartige Naturschätze, wie Sandlebensräume oder Flussinseln, vielfältige Kulturschätze wie Kirchen, kleine Museen, Gierseilfähren oder traditionelle Handwerke.

Auf dem 2006 neu konzipierten RegnitzRadweg, der 2013-2015 die Auszeichnung als 4-Sterne-Qualitätsradweg des ADFC e. V.  erhalten hat, lässt sich das Regnitztal in seiner ganzen Vielfalt erkunden.

Alle Informationen für einen genussreichen Fahrradurlaub oder Ausflug auf dem RegnitzRadweg zwischen Nürnberg und Bamberg gibt es in dem 2014 neu erschienenen Tourenbegleiter  und auf der Internetseite www.regnitzradweg.de 

Beschilderung des Regnitzradweges - Foto: C. Schmitt

Auf reizvollen Wegen zum Wasser hin und wie an der Fähre Pettstadt auch über den Fluss hinweg können die zahlreichen Natur- und Kulturschätze des Regnitztales zwischen Bamberg und Nürnberg auf zwei parallelen Routen entdeckt werden. Die mit einem grünen Logo beschilderte Talroute (85 km) führt durch die Ortschaften, die mit dem blauen Logo beschilderte Kanalroute (75 km) am Main-Donau-Kanal entlang. Über das Bayernnetz für Radler und die D-Route 11 ist der RegnitzRadweg auch national gut eingebunden.

Im Rahmen einer Diplomarbeit hat Julia Wagner (Universität Bonn) 2009 ausführliche Zählungen und Befragungen zum RegnitzRadweg durchgeführt

Blick zwischen Weidenbäumen auf die naturnahe Regnitz von einer Aussichtsplattform bei Seußling - Foto: T. Ochs

Das Regnitztal ist besonders reich an Kulturschätzen. Die oberfränkischen Regnitztalkommunen haben diese 2005 in Wort und Bild von dem Hirschaider Kunsthistoriker Robert Schäfer aufarbeiten lassen. 

Hinweistafel an der Schleuse 99 in Bug - Foto: A. Schmitt

An vielen Orten im Regnitz- und Aischtal sind Flussgeschichte und Flussgeschichten unmittelbar erlebbar. Entlang des RegnitzRadwegs wurden daher zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt Kronach Informationstafeln zu flussbezogenen Besonderheiten, wie der Fähre in Pettstadt, dem Werkanal bei Altendorf, der historischen Schleusenkammer 94 des Ludwig-Donau-Main Kanals, der Aischmündung oder dem Biotopbach bei Neuses aufgestellt. Die ersten 14 Tafeln wurden bei Exkursionen im Rahmen der BayernTour Natur 2007 präsentiert. Als neuestes Thema ist 2009 die Tafel zu den Hirschaider Wässerwiesen dazu gekommen. Weitere Tafeln sind zur Baiersdorfer Wassergeschichte geplant. Eine Übersicht über die Themenstandorte gibt das Faltblatt Flusserlebnis Regnitzradweg.

Museums(S)pass Regnitztal

Fahne mit einer Portraitaufnahme von Levi Strauss, dem Erfinder der Jeans, am Museumseingang seines Geburtshauses in Altendorf - Foto: T. Ochs

Bei informellen Treffen der Museumsfachleute des Regnitztales entstand aus der täglichen Praxis heraus der Wunsch, sich gemeinsam zu präsentieren und zu vermarkten. Entlang des bereits etablierten "RegnitzRadweges" und darüber hinaus soll daher ein Produkt entstehen, das die Vielfältigkeit der Museumslandschaft in der Regnitzregion ansprechend darstellt. Als gut realisierbar erschien den beteiligten Museumsfachleuten ein Museumspass mit einer Begleitbroschüre. Der Museumspass wurde zum Internationalen Museumstag 2011 präsentiert und ist in den 13 beteiligten Museen erhältlich. Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt der "Leader Aktionsgruppe (LAG) der Region Bamberg" und der "LAG Kulturerlebnis Fränkische Schweiz" Es wird vom "Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes" (Leader in ELER) zu 60 Prozent gefördert. Weitere 30 Prozent des gesamten Projektvolumens (15.000 Euro) werden von der "Oberfrankenstiftung", der "Stiftung der Sparkasse Bamberg für Kunst, Kultur und Denkmalpflege", der "Sparkasse Forchheim " und dem "Flussparadies Franken" abgedeckt. Projektträger ist die Kunst- und Kulturbühne Hirschaid

Mit dabei sind:

Einen Einblick über die Angebote der beteiligten Museen gewährt dieser kurze Image-Film auf youtube.

Leinen los! mit dem FluPa-Guide

Ein Kind und vier Erwachsene schauen sich das am Fahrradlenker befestigte PDA-Gerät mit dem GPS-gestützten Radreiseführer für den Regnitzradweg (FluPa-Guide) an - Bildrechte: Universität Bamberg

Tipp für Familien und Technikbegeisterte: Mit dem satellitengestützten Reisführer "FluPa-Guide" und dem integrierten Spiel "Leinen los!" lässt sich der RegnitzRadweg spielerisch entdecken. Der FluPa-Guide wurde 2007 gemeinsam entwickelt von: der Umweltstation Lias-Grube, dem Flussparadies Franken e. V., dem Wasserwirtschaftsamt Kronach und dem Lehrstuhl für Angewandte Informatik in den Kultur-, Geistes- und Geowissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Das Flussparadies Franken sucht derzeit nach einer Möglichkeit, den Flupa-Guide und das Spiel Leinen los! für Smartphones nutzbar zu machen. 

Weidenkorb gefüllt mit Köstlichkeiten aus dem Regnitztal - Foto: T. Ochs

Hofläden, Museen und Handwerkstradition entlang des Regnitzradwegs zwischen Bamberg und Nürnberg entdecken und das große Herbstfest der Lias-Grube bei Eggolsheim (Lkr. Forchheim) besuchen. Radtouren zu historischen Schleusen und zum Kürbisfest in Altendorf, Früchte im Apfelgarten naschen, im Erlebnisernte-Café bei Pettstadt entspannen oder in die Forchheimer Unterwelt abtauchen. Der dritte Regnitzradweg-Aktionstag bot am Sonntag, 7. Oktober von 10:00 bis 17:00 Uhr herbstliche Genüsse und spannende Entdeckungen unter dem Motto "Gscheit essen" der bayerischen Umweltbildung. Er fand zum deutschlandweiten Tag der Regionen statt. Das Programm (im PDF-Format, 1.571 KB) gibt es hier.

Radfahrer warten am Ufer auf die Pettstadter Fähre, die gerade auf der anderen Seite ablegt - Foto: C. Schmitt

Das Aktionswochenende "An der Regnitz WasSerleben" bot 2008 Natur- und Kulturerlebnis für die ganze Familie entlang des RegnitzRadwegs zwischen Bamberg und Erlangen. Umweltbildung zum Mitmachen gab es am Sonntag an der Pettstadter Fähre und in der Umweltstation Lias-Grube.

Das ausführliche Programm im PDF-Format gibt es hier.

Fränkisches Karpfenfähnla

Bürgermeister aus dem Regnitz- und Aischtal, Landrat Dr. Günther Denzler und Projektpartner präsentieren das Fränkische Karpfenfähnla - Privataufnahme

Rot-weiß sind die am 14. März 2007 in Buttenheim mit großer Prominenz erstmals vorgestellten "Fränkischen Karpfenfähnla", die bald auf allen Karpfen - egal ob blau oder gebacken - in Franken wehen sollen. Die Idee ist einfach aber genial und hat schon viele Mitstreiter gewonnen. Initiatoren sind einige aktive Bürgermeister aus dem Regnitztal, die als Partner die den Werbemittelhersteller MEDIAS gewonnen haben.

SandAchse Franken

Weiträumige, vegetationsarme Flusssandflächen an der Regnitz bei Seußling mit der Aussichtplattform und unbelaubten Weiden im Hintergrund - Foto: A. Schmitt

Ein ganz besonderes Merkmal des Regnitztales ist der Sand. Die leichten Sandböden lassen allerlei Gemüse, wie den fränkischen Spargel, prächtig gedeihen. Sandäcker, bunte Wiesen, lichte Kiefernwälder, Flusssande und beschauliche Ortschaften säumen den 180 Kilometer langen Sandachse-Radweg zwischen Bamberg und Weißenburg. Speziell angepasste Tiere und Pflanzen haben sich an die extremen Verhältnisse der Sandlebensräume angepasst. Die Sandachse Franken stellt diese Lebensräume in den Mittelpunkt und fordert dazu auf, sie zu sichern, zu entwickeln und zu vernetzen.

Figürliches Regnitzrelief an der Schönen Pforte der Alten Hofhaltung in Bamberg - Foto: C. Schmitt

Die Regnitz ist der bedeutendste Zufluss des Mains in Oberfranken. Sie entsteht aus dem Zusammenfluss von Pegnitz und Rednitz bei Fürth und mündet nach nur knapp 68 km bei Bischberg in den Main. Die Regnitz ist heute nur noch in Teilabschnitten vorhanden. Bei Forchheim ist sie ganz durch den Main-Donau-Kanal überbaut worden. Ab dem Wehr Neuses ist sie als freie Fließstrecke noch vorhanden, jedoch durch Ufer- und Sohlverbau in ihrer Dynamik stark eingeschränkt. Mehr über die Regnitz unter Wikipedia.de Stichwort: Regnitz.