Die Flüsse Main und Regnitz sind ein einzigartiges europäisches Naturerbe. Ob RegnitzRadeweg, Bamberger Flusspfad, Wasserwandern auf dem Main oder Sieben-Flüsse-Wanderweg – die mit vielen Partnern zusammen entwickelten Projekte des Flussparadies Franken laden zur Erholung am Wasser ein. Dabei gilt der Grundsatz: die Natur braucht Ruhezonen! Damit im Weidengebüsch das Blaukehlchen brütet, im überströmten Kies die Barbe laicht und im Sommer die Prachtlibellen am Ufer tanzen.
Der achtsame Umgang mit den Flüssen und das Bewusstsein für ihre Bedeutung für Mensch und Natur ist Ziel der Umweltbildung im Flussparadies Franken. Seit 2006 ist das Flussparadies Franken ausgezeichneter Qualitätspartner von Umweltbildung.Bayern, das sich 2025 in Qualitätsnetzwerk BNE in Bayern umbenannt hat.
Sieben-Flüsse-Wanderweg
Drei Naturparke umrahmen die Talräume von Main und Regnitz: die wildromantische Fränkische Schweiz, die Haßberge mit ihrer Burgen- und Fachwerkromantik und der Steigerwald als Grünes Herz Frankens. Im Zentrum liegt Bamberg. Auf dem 200 km langen Wanderweg lässt sich die Vielfalt der Region erleben.
RegnitzRadweg
Kulinarische Spezialitäten, einzigartige Naturschätze, vielfältige Kulturschätze und wasserbauliche Denkmäler: auf dem RegnitzRadweg, lässt sich das Regnitztal in seiner ganzen Vielfalt erkunden. Unter dem Titel „Kunstbegegnungen am Kanal“ soll in den nächsten Jahren ein neuer Skulpturenweg entstehen.
Badeseen und Blaue Flagge
Zusammen mit den Gemeinden und Unternehmen geeignete Seen zu attraktiven Badeseen zu entwickeln ist ein wichtiges Ziel im Flussparadies Franken. Qualitätskriterium ist die Internationale Blaue Flagge, für die sich der Ostsee Bad Staffelstein und der Ebensfelder Badesee seit 2011 bisher jedes Jahr erfolgreich beworben haben.
Seit 2025 gibt es im Flussparadies Franken eine ehrenamtliche Gruppe von Naturschutztaucherinnen und Naturschutztaucher.
Auenweg Obermain
Im Juli 2014 schufen zwölf Bildhauerinnen und Bildhauer aus fünf Ländern die Flussgesichter-Skulpturen für den Auenweg Obermain. Sie stehen nun zusammen mit Natuererlebnis-Stationen entlang bestehender Radwege an Gewässern in der Region Oberfranken und bilden landkreisübergreifend einen neuen Skulpturenweg – den „Auenweg Obermain“.
Lebensader Regnitz
Der Mensch braucht das Wasser – sei es zum Trinken, zum Waschen oder zur Fortbewegung. Auch in Bamberg ließen sich die ersten Siedler deshalb an einem Fluss nieder, der Regnitz: Sie hat die Entwicklung der Stadt und ihrer Region nachhaltig geprägt und tut dies bis heute. Die zeigt die Ausstellung im Historischen Museum Bamberg.
Flusserlebnis Schiffbarer Main
Baggerseen und Bundeswasserstraße bieten einerseits für das Erleben im und am Wasser ein hohes Potenzial. Andererseits ist Maintal ist aufgrund der massiven Eingriffe und Belastungen auch ein besonders sensibler Raum. Das Life-Natur-Projekt Mainaue hat neuen Lebensraum für maintaltypische Tiere und Pflanzen geschaffen.
Main
Der 474 km* lange Main ist ein Kiesfluss. Er entsteht aus dem Zusammenfluss von Rotem Main (72 km) und Weißen Main (52 km) bei Kulmbach nahe dem Schloss Steinenhausen. Auf einer Länge von 81 Kilometern bis zur Mündung der Regnitz bei Bischberg wird er als Obermain bezeichnet. Als einziger größerer Fluss in Deutschland verläuft der Main mit dem charakteristischen Maindreieck und Mainviereck dann als Bundeswasserstraße überwiegend von Ost nach West, bevor er bei Mainz in den Rhein mündet. Der Main ist durch die Flusskorrektionen des 19. Jh. wie alle größeren Flüsse stark verändert worden. Hauptdefizite sind die fehlende Vernetzung von Fluss und Aue, die fehlende biologische Durchgängigkeit, eine starke Eintiefung und die eingeschränkte Flussdynamik. *Quelle: Gewässerverzeichnis Bayer. Landesamt für Umwelt (17.11.21)
Regnitz
Die Regnitz ist ein Sandfluss und der bedeutendste Zufluss des Mains in Oberfranken. Sie entsteht aus dem Zusammenfluss von Pegnitz und Rednitz bei Fürth und mündet nach nur knapp 68 km bei Bischberg in den Main. Die Regnitz ist heute nur noch in Teilabschnitten vorhanden. Bei Forchheim ist sie zwischen Hausen und Neuses a.d.R. ganz durch den Main-Donau-Kanal überbaut worden. Ab dem Wehr Neuses ist sie als freie Fließstrecke wieder vorhanden, jedoch auch hier durch Ufer- und Sohlverbau in ihrer Dynamik stark eingeschränkt.




